
Stoffwechsel
Zinkmangel: der umfassende Guide zu Symptomen, Ursachen und der richtigen BehandlungZinkmangel: der umfassende Guide zu Symptomen, Ursachen und der richtigen Behandlung
Das Spurenelement Zink ist an vielen wichtigen Aufgaben in deinem Körper beteiligt. Da dein Körper Zink weder selbst bilden noch speichern kann, bist du auf eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung angewiesen. Wenn die...
Kurz und knapp
Zink ist für deinen Körper unverzichtbar. Da er es nicht speichern kann, bist du auf eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung angewiesen. Zink unterstützt die Zellteilung, die Wundheilung sowie Prozesse der Immunabwehr und des Fett- und Zuckerstoffwechsels.¹
Ein Mangel zeigt sich oft durch unspezifische Beschwerden. Dazu gehören z. B. eine erhöhte Infektanfälligkeit, trockene oder entzündete Haut, Veränderungen von Haaren oder Nägeln sowie ein beeinträchtigtes Geschmacks- oder Geruchsempfinden.¹,³
Wann solltest du besonders auf deine Zinkversorgung achten? Eine überwiegend pflanzliche Ernährung kann die Zinkaufnahme beeinflussen, da pflanzliche Lebensmittel häufig Phytate enthalten, die die Aufnahme von Zink im Darm verringern können. Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Keimen oder Fermentieren von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen oder Samen können dazu beitragen, die Zinkverfügbarkeit zu verbessern. Zudem wird Zink aus tierischen Lebensmitteln in der Regel besser aufgenommen als aus pflanzlichen.⁴
Auch einige Erkrankungen können die Aufnahme von Zink beeinträchtigen. Dazu gehören chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie Zöliakie, bei denen die Darmschleimhaut insgesamt weniger Nährstoffe aufnehmen kann.2,5
Darüber hinaus können bestimmte Medikamente, etwa bestimmte Antibiotika oder Entwässerungstabletten, die Aufnahme oder die Ausscheidung von Zink beeinflussen.1 Wenn du regelmäßig Arzneimittel einnimmst, kann es sinnvoll sein, dies ärztlich abklären zu lassen.
Wird ein Zinkmangel festgestellt, kann die Ärztin oder der Arzt eine Behandlung mit Zinkpräparaten empfehlen. In bestimmten Situationen ist eine Verordnung auch dann möglich, wenn aufgrund der Beschwerden oder des individuellen Risikoprofils ein Zinkmangel vermutet wird.¹
Eine zu hohe Zinkzufuhr ist allerdings ebenfalls ungünstig. Die sichere obere Aufnahmemenge für Erwachsene liegt laut EFSA bei 25 mg Zink pro Tag.20 Die EFSA (European Food Safety Authority) ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Sie prüft wissenschaftlich, ob Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und gesundheitsbezogene Angaben („Health Claims“) sicher und korrekt sind. Ihre Gutachten dienen der EU als Grundlage für Regeln, die Verbraucher schützen sollen.
Warum Zink so wichtig istWarum Zink so wichtig ist
Warum Zink so wichtig istWarum Zink so wichtig ist
Zink ist als sogenannter Cofaktor an der Funktion von hunderten Enzymen beteiligt und spielt dadurch eine wichtige Rolle in zahlreichen Stoffwechselprozessen.2 Das zeigt, wie wichtig eine ausreichende Zinkversorgung für dein allgemeines Wohlbefinden ist.
Du benötigst Zink für grundlegende Funktionen wie die Zellteilung, die Bildung wichtiger Körperproteine, die Wundheilung, das Immunsystem sowie für gesunde Haut, Haare und Nägel. Ohne ausreichend Zink laufen viele dieser Prozesse weniger effektiv ab oder verlangsamen sich.2
Hier ein paar Beispiele, damit du die Bedeutung von Zink noch besser nachvollziehen kannst:
Dein Immunsystem: Wenn du ausreichend mit Zink versorgt bist, können deine Abwehrkräfte normal arbeiten. Zink ist an der Immunabwehr beteiligt. Daher kann ein Mangel umgekehrt dazu beitragen, dass du mit der Zeit anfälliger für Infekte bist.¹
Deine Haut: Zink ist an der Erneuerung und Funktion der Haut beteiligt. Ein Mangel kann sich unter anderem durch trockene, empfindliche oder entzündliche Haut bemerkbar machen. Auch Schleimhäute können betroffen sein, da Zink eine Rolle bei ihrer normalen Funktion spielt.¹
Deine Wundheilung: Zink unterstützt Enzyme, die für die Reparatur von Gewebe notwendig sind. Fehlt Zink, kann sich das unter anderem in einer verzögerten Wundheilung bemerkbar machen.2
Dein Geschmacks- und Geruchssinn: Das Spurenelement unterstützt deinen Körper dabei, die dafür notwendigen Sinneszellen regelmäßig zu erneuern. Ein Mangel kann dazu führen, dass Speisen weniger intensiv schmecken oder Gerüche schwächer wahrgenommen werden.1,3
Weitere unspezifische Hinweise: Ein Zinkmangel kann sich darüber hinaus durch Appetitlosigkeit, Durchfall, Wachstumsverzögerung im Kindesalter oder eine eingeschränkte Sehfähigkeit in der Dämmerung (Nachtblindheit) bemerkbar machen.¹

Wie viel Zink benötigt unser Körper?Wie viel Zink benötigt unser Körper?
Der tägliche Zinkbedarf hängt davon ab, wie alt du bist, in welcher Lebensphase du dich gerade befindest und wie phytatreich deine Ernährung ist. Phytate kommen vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen vor und können die Zinkaufnahme im Darm verringern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterscheidet deshalb drei Zufuhrbereiche je nach Höhe der Phytatzufuhr – niedrig, mittel und hoch.4
Referenzwerte für die tägliche Zinkzufuhr nach Phytatzufuhr (DGE)Referenzwerte für die tägliche Zinkzufuhr nach Phytatzufuhr (DGE)
| Personengruppe / Lebensphase | Niedrige Phytat-Zufuhr | Mittlere Phytat-Zufuhr | Hohe Phytat-Zufuhr |
|---|---|---|---|
| Frauen | 7 mg | 8 mg | 10 mg |
| Männer | 11 mg | 14 mg | 16 mg |
| Schwangerschaft (1. Trimester) | 7 mg | 9 mg | 11 mg |
| Schwangerschaft (2. & 3. Trimester) | 9 mg | 11 mg | 13 mg |
| Stillende | 11 mg | 13 mg | 14 mg |
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) (2019). Referenzwerte für die Zinkzufuhr.4
Für Kinder und Jugendliche liegen die Empfehlungen je nach Alter zwischen 3 und 14 mg pro Tag.⁴
Da Phytate die Aufnahme von Zink beeinflussen können, fällt der Bedarf höher aus, wenn du dich überwiegend pflanzlich ernährst. Tierische Lebensmittel liefern Zink dagegen in einer Form, die gut verfügbar ist. Wenn du dich also z.B. vegetarisch oder vegan ernährst, kann es sinnvoll sein, deine Zink-Zufuhr im Blick zu behalten.
Wie entsteht ein Zinkmangel?Wie entsteht ein Zinkmangel?
Wie entsteht ein Zinkmangel?Wie entsteht ein Zinkmangel?
In Deutschland gilt die Versorgung mit Zink über Lebensmittel für die meisten Bevölkerungsgruppen als gut.1 Da der Körper Zink nicht speichern kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung notwendig.2 Wird über längere Zeit zu wenig Zink aufgenommen oder kann es im Darm nicht ausreichend verwertet werden, kann sich schrittweise ein Zinkmangel entwickeln.2 Ein Zinkmangel entsteht daher meist nicht plötzlich, sondern häufig durch ein Zusammenspiel aus Ernährung und gesundheitlichen Faktoren.1
Du nimmst zu wenig Zink über die Nahrung aufDu nimmst zu wenig Zink über die Nahrung auf
Das kann schneller passieren, wenn du wenig tierische Produkte isst, denn sie liefern Zink in einer Form, die dein Körper besonders gut verwerten kann. Bei überwiegend pflanzlicher Ernährung können Phytate in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen die Zink-Aufnahme zusätzlich verringern.4
Medikamente können die Resorption beeinflussenMedikamente können die Resorption beeinflussen
Einige Arzneimittel können den Zinkhaushalt beeinflussen, dazu zählen u. a. harntreibende Mittel (Diuretika) sowie bestimmte blutdrucksenkende Medikamente, die langfristig zu einer erhöhten Zinkausscheidung und damit zu niedrigeren Zinkspiegeln beitragen können. Gut zu wissen: Die Einnahme von Zink kann umgekehrt auch die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln ungünstig beeinflussen. Manche Antibiotika werden z. B. schlechter aufgenommen, wenn sie zeitlich nah mit Zink eingenommen werden. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Einnahmeabstände mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abzustimmen.6
Welche Anzeichen sprechen für einen Zinkmangel?Welche Anzeichen sprechen für einen Zinkmangel?
Welche Anzeichen sprechen für einen Zinkmangel?Welche Anzeichen sprechen für einen Zinkmangel?
Wenn deinem Körper Zink fehlt, zeigt er das oft zunächst durch kleine, unspezifische Veränderungen. Die Beschwerden sind selten eindeutig und können ganz unterschiedlich ausfallen. Genau deshalb ist es manchmal gar nicht so einfach, einen Zinkmangel zu erkennen.
Hier sind typische Signale, auf die du achten solltest:
Du bist anfälliger für Infekte (z.B. Erkältung, Bindehautentzündung), da das Immunsystem geschwächt sein kann.1
Deine Haut zeigt vermehrt entzündliche Veränderungen.1
Du verlierst mehr Haare als sonst.1
Es kann zu Veränderungen an den Nägeln kommen.1
Du fühlst dich häufiger matt.1
Deine Geschmackswahrnehmung kann beeinträchtigt sein.1,3
Wunden heilen langsamer als gewohnt.2
Individuell unterscheiden sich die Symptome oft stark. Deshalb ist eine medizinische Abklärung wichtig, denn viele dieser Anzeichen können auch andere Ursachen haben.

Diagnostik: So findest du heraus, ob du betroffen bistDiagnostik: So findest du heraus, ob du betroffen bist
Ein Zinkmangel lässt sich nicht mit einem einzigen Laborwert nachweisen. Ob tatsächlich ein Zinkmangel vorliegt, lässt sich erst beurteilen, wenn Beschwerden, ärztliche Einschätzung und Blutuntersuchungen gemeinsam betrachtet werden.
Krankengeschichte
Zu Beginn klärt deine Ärztin oder dein Arzt, ob Risikofaktoren vorliegen, z. B. Ernährungsgewohnheiten, Magen-Darm-Erkrankungen oder Medikamente, die die Zinkaufnahme beeinflussen könnten.7
Serum- oder Plasmazink
Zink wird in der Regel über eine Blutabnahme im Serum oder Plasma gemessen. Diese Werte können jedoch schwanken: durch die letzte Mahlzeit, den Zeitpunkt der Blutabnahme oder durch Entzündungsreaktionen im Körper. Darum wird der Befund immer im Zusammenhang mit deinen Beschwerden und anderen Laborwerten beurteilt.7
Ergänzende Blutwerte
Um den Zinkstatus zuverlässiger einzuschätzen, können weitere Laborparameter sinnvoll sein:7
Vollblut- oder Erythrozyten-Zink: Diese Werte spiegeln den Zinkgehalt in den Blutzellen wider und können zusätzliche Hinweise liefern, besonders wenn eine Entzündung vorliegt.
Albumin: Albumin ist ein Eiweiß im Blut, das viele Stoffe transportiert, darunter auch Zink. Da ein großer Teil des Zinks an Albumin gebunden ist, kann ein niedriger Albumin-Wert (z. B. bei Entzündungen oder Lebererkrankungen) dazu führen, dass weniger Zink im Blut messbar ist, obwohl im Körper insgesamt noch genug vorhanden sein kann.
CRP (C-reaktives Protein): Bei Entzündungen verschiebt der Körper Zink vom Blut ins Gewebe. Dadurch wirkt der Zink-Wert im Blut niedriger, obwohl dies eine normale Reaktion auf die Entzündung ist. Ein erhöhter CRP-Wert zeigt an, dass eine solche Entzündung vorliegt und hilft deshalb, den gemessenen Zink-Wert richtig einzuordnen.
Zink im Urin
Die Messung von Zink im Urin ist möglich, wird jedoch nicht zur Beurteilung des Zinkstatus empfohlen. In speziellen klinischen Situationen kann sie ergänzende Hinweise liefern.7
Wie du deinen Körper mit genügend Zink versorgen kannstWie du deinen Körper mit genügend Zink versorgen kannst
Wie du deinen Körper mit genügend Zink versorgen kannstWie du deinen Körper mit genügend Zink versorgen kannst
Zink gehört zu den Nährstoffen, die dein Körper kontinuierlich benötigt. Mit deiner Ernährung kannst du selbst viel dazu beitragen, gut versorgt zu sein. Die Aufnahme findet überwiegend im Dünndarm statt. Wie viel Zink von dort tatsächlich in den Körper gelangt, hängt jedoch stark davon ab, welche Lebensmittel du isst und wie du sie kombinierst.2
Tierische Lebensmittel: Deine beste Quelle für gut verfügbares ZinkTierische Lebensmittel: Deine beste Quelle für gut verfügbares Zink
Tierische Produkte liefern Zink in einer Form, die dein Körper besonders gut aufnehmen kann. Dazu gehören:
Fleisch
Käse
Eier
Meeresfrüchte
Wenn du regelmäßig solche Lebensmittel isst, unterstützt du deinen Körper optimal dabei, seinen täglichen Zinkbedarf zu decken.4
Pflanzliche Zinkquellen: gesund, aber oft weniger gut verwertbarPflanzliche Zinkquellen: gesund, aber oft weniger gut verwertbar
Natürlich findest du Zink auch in pflanzlichen Lebensmitteln, z. B. in:
Vollkornprodukten
Hülsenfrüchten
Nüssen und Samen2
Diese Lebensmittel sind wertvoll für eine ausgewogene Ernährung, sie enthalten jedoch Phytate, natürliche Pflanzenstoffe, die Zink im Darm binden und dadurch seine Aufnahme verringern können.4
Du kannst die Zinkverfügbarkeit aber verbessern, indem du bestimmte Zubereitungsmethoden nutzt:
Einweichen
Keimen lassen
Fermentieren, z. B. zu Sauerteigbrot oder Tempeh
Diese Verfahren reduzieren den Phytatgehalt und dein Körper kann das enthaltene Zink anschließend besser aufnehmen.
Zinkhaltige Lebensmittel im ÜberblickZinkhaltige Lebensmittel im Überblick
Zinkhaltige Lebensmittel im ÜberblickZinkhaltige Lebensmittel im Überblick
Einige Lebensmittel enthalten besonders viel Zink und können helfen, den täglichen Bedarf gut zu decken. Die DGE zeigt in ihren Beispielrechnungen, welche pflanzlichen und tierischen Lebensmittel dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Hier findest du fünf gängige Vertreter aus beiden Gruppen mit ihrem jeweiligen Zinkgehalt pro Portion:22
Tabelle: Pflanzliche Zinkquellen
| Lebensmittel | Portionsgröße laut DGE | Zink pro Portion |
|---|---|---|
| Müsli | 60 g | 1,53 mg |
| Haferflocken | 60 g | 2,19 mg |
| Vollkornnudeln | 200 g | 2,63 mg |
| Weizenvollkornmischbrot | 100 g | 2,10 mg |
| Hummus (aus Kichererbsen) | 100 g | 1,84 mg |
Tabelle: Tierische Zinkquellen
| Lebensmittel | Portionsgröße laut DGE | Zink pro Portion |
|---|---|---|
| Bergkäse (mind. 45 % i. Tr.) | 60 g | 3,06 mg |
| Schweinefleisch, mager, gegart | 150 g | 3,51 mg |
| Kabeljau, gegart | 150 g | 0,72 mg |
| Kuhmilch (1,5 % Fett) | 200 g | 0,86 mg |
| Joghurt (1,5 % Fett) | 150 g | 0,54 mg |
Wann kann ein Zinkpräparat sinnvoll für dich sein?Wann kann ein Zinkpräparat sinnvoll für dich sein?
Wann kann ein Zinkpräparat sinnvoll für dich sein?Wann kann ein Zinkpräparat sinnvoll für dich sein?
Eine ergänzende Zinkeinnahme kann sinnvoll sein, wenn:
bei dir ein Zinkmangel eindeutig diagnostiziert wurde1,
du über die Ernährung dauerhaft zu wenig Zink aufnimmst4,
eine Störung der Aufnahme vorliegt, wie bei bestimmten Erkrankungen5,6,
oder bestimmte Medikamente die Aufnahme im Darm beeinträchtigen.6
Wichtig ist, dass eine Zinkergänzung auf einer ärztlichen Einschätzung beruht und nicht in Eigenregie erfolgt. Ob und in welcher Dosierung Zink sinnvoll ist, sollte daher gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt entschieden werden.
Woran du bei der Einnahme denken solltestWoran du bei der Einnahme denken solltest
Damit dein Körper Zink gut verwerten kann, ist es sinnvoll, auf einige Punkte zu achten:
Nicht zusammen mit Eisen oder Calcium einnehmen:
Zink kann mit anderen Mineralstoffen wie Eisen oder Calcium um die Aufnahme im Darm konkurrieren.2 Dabei ist zu beachten, dass Mahlzeiten auch Eisen oder Calcium enthalten können. Eine zeitlich getrennte Einnahme kann helfen, dass jedes Mineral besser aufgenommen wird.Bei empfindlichem Magen zu einer Mahlzeit einnehmen:
Einige Menschen reagieren auf Zink mit Übelkeit, wenn sie es auf nüchternen Magen einnehmen. Die Einnahme zu einer Mahlzeit kann die Verträglichkeit verbessern.2Der Einnahmezeitpunkt ist flexibel:
Ob du Zink morgens oder abends einnimmst, ist nicht entscheidend. Wähle den Zeitpunkt, der gut in deinen Alltag passt. Die genauen Hinweise zur Einnahme findest du immer in der Packungsbeilage des jeweiligen Produktes.6
Zink und Erkältungen: welchen Einfluss kann Zink haben?Zink und Erkältungen: welchen Einfluss kann Zink haben?
Zink und Erkältungen: welchen Einfluss kann Zink haben?Zink und Erkältungen: welchen Einfluss kann Zink haben?
Zink spielt eine wichtige Rolle für die normale Funktion deines Immunsystems, daher kann ein Mangel die Infektanfälligkeit erhöhen.1 Das bedeutet jedoch nicht, dass Zink eine Erkältung zuverlässig verhindern kann. Eine aktuelle Cochrane-Analyse von 2024 zeigt, dass eine vorbeugende Wirkung nicht eindeutig belegt ist. Eine leichte Verkürzung der Erkältungsdauer ist möglich, wenn Zink frühzeitig und in Form von Lutschtabletten mit ausreichender Menge an elementarem Zink eingenommen wird. Hinsichtlich der Schwere der Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen fanden die Studien jedoch keinen einheitlichen Einfluss.8
Zink und dein Immunsystem – warum das Spurenelement so wichtig istZink und dein Immunsystem – warum das Spurenelement so wichtig ist
Dein Immunsystem arbeitet jeden Tag daran, dich vor Krankheitserregern zu schützen. Damit das zuverlässig funktioniert, braucht der Körper verschiedene Nährstoffe, einer davon ist Zink. Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und ist an vielen biologischen Prozessen beteiligt, die deine Abwehr unterstützen. Wenn die Versorgung nicht ausreicht, reagiert das Immunsystem empfindlicher, und Infekte können leichter auftreten.1 Deshalb spielt eine gute Zinkversorgung eine wichtige Rolle für die allgemeine Immunfunktion – unabhängig davon, ob du gerade krank bist oder einfach gesund bleiben möchtest.
In einer umfangreichen Analyse von 35 klinischen Studien wurde untersucht, wie sich eine Zinkergänzung auf das Immunsystem auswirkt. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass Zink bestimmte Entzündungsmarker im Blut, z. B. das C-reaktive Protein (CRP), deutlich senken kann. Außerdem stieg bei den Teilnehmenden die Zahl einzelner Immunzellen, u. a. die T-Helferzellen, nach der Einnahme messbar an, während andere Werte unverändert blieben.23
Gut zu wissen: Die Analyse fasste alle verfügbaren Studien zusammen, unabhängig von der verwendeten Zinkdosis oder davon, ob bei den Teilnehmenden ein Zinkmangel vorlag. Die Ergebnisse zeigen daher den durchschnittlichen Effekt einer Zinkergänzung in sehr unterschiedlichen Studienpopulationen.
Zink und Depression: wie Spurenelemente und Stimmung zusammenhängen könnenZink und Depression: wie Spurenelemente und Stimmung zusammenhängen können
Zink und Depression: wie Spurenelemente und Stimmung zusammenhängen könnenZink und Depression: wie Spurenelemente und Stimmung zusammenhängen können
Zink spielt nicht nur für körperliche Prozesse eine Rolle, sondern kann auch mit deiner Stimmung in Verbindung stehen. Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit depressiven Symptomen häufiger niedrigere Zinkspiegel aufweisen.9,24 Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Zinkmangel Depressionen verursacht oder die Einnahme von Zink eine Psychotherapie ersetzen kann.
Ein ausgeglichener Zinkstatus kann aber zu deinem allgemeinen Befinden beitragen. Wenn du dich häufig erschöpft fühlst, Stimmungsschwankungen bemerkst oder länger anhaltende Niedergeschlagenheit erlebst, kann es sinnvoll sein, gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu prüfen, ob ein Zinkmangel als zusätzlicher Faktor eine Rolle spielt.
Wichtig ist dabei:
Zink ist kein Antidepressivum.
Ein möglicher unterstützender Effekt zeigt sich vor allem dann, wenn tatsächlich ein Zinkmangel besteht.9
Eine Zinkeinnahme ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, kann aber ergänzend betrachtet werden, wenn dein Körper nicht ausreichend versorgt ist.
Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen kann sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf das seelische Befinden auswirken. Deshalb lohnt es sich, auch diese möglichen Zusammenhänge zu berücksichtigen.
Zink und Schlafqualität: was wir über den Zusammenhang wissenZink und Schlafqualität: was wir über den Zusammenhang wissen
Zink und Schlafqualität: was wir über den Zusammenhang wissenZink und Schlafqualität: was wir über den Zusammenhang wissen
Wenn du dich ständig müde fühlst und kaum noch zur Ruhe kommst, belastet das Körper und Seele gleichermaßen. Dauerhafter Schlafmangel nimmt dir Kraft, beeinträchtigt deine Konzentration und macht viele alltägliche Situationen anstrengender. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie sehr erholsamer Schlaf dein Gleichgewicht und Wohlbefinden unterstützt und welche Rolle eine ausreichende Zinkversorgung dabei spielen kann.
Schlaf gehört zu den wichtigsten Erholungsprozessen deines Körpers. Er unterstützt dein Immunsystem, stabilisiert deinen Stoffwechsel und trägt zu deiner mentalen Belastbarkeit bei.10,11 Eine direkte schlaffördernde Wirkung von Zink ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt.
Während des Schlafs laufen im Körper Regenerations- und Reparaturprozesse ab, die unter anderem für Leistungsfähigkeit, Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden im Alltag bedeutsam sind. Ein dauerhaft gestörter Schlaf kann sich entsprechend negativ auf körperliche und seelische Funktionen auswirken.11
Zink und Haarausfall: was sagt die aktuelle Forschung?Zink und Haarausfall: was sagt die aktuelle Forschung?
Zink und Haarausfall: was sagt die aktuelle Forschung?Zink und Haarausfall: was sagt die aktuelle Forschung?
Wenn dir plötzlich mehr Haare ausfallen als sonst, kann das sehr verunsichern. Vielleicht fragst du dich sogar, was gerade mit deinem Körper passiert, und weißt nicht mehr weiter. Haarausfall kann emotional sehr belastend sein, vor allem, wenn die Ursache unklar bleibt. In solchen Momenten kann es helfen, die möglichen Ursachen besser einzuordnen und zu verstehen, welche Rolle Nährstoffe wie Zink dabei haben können. Zink unterstützt wichtige Prozesse im Zellstoffwechsel und ist damit auch für die Funktion der Haarfollikel von Bedeutung.
Mehrere aktuelle Untersuchungen zeigen, dass bei bestimmten Formen von Haarausfall häufiger erniedrigte Zinkwerte gemessen werden. Besonders bei Alopecia areata sowie bei diffusem Haarausfall wurden in Studien niedrigere Zinkwerte festgestellt als bei Personen ohne Haarausfall.12,13,14
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine unzureichende Zinkversorgung den Haarstoffwechsel beeinträchtigen kann. Gleichzeitig reicht die bisherige Datenlage aber noch nicht aus, um Zink als allgemeine Behandlung von Haarausfall zu empfehlen.
Wenn du unter Haarausfall leidest, bedeutet das für dich:
Ein nachgewiesener Zinkmangel kann einen Haarausfall begünstigen und sollte ärztlich abgeklärt und entsprechend ausgeglichen werden.
Zink trägt zur Erhaltung gesunder Haare bei. Dies bezieht sich jedoch auf die Unterstützung der normalen Haarfunktion und nicht auf die Behandlung von krankhaftem Haarausfall.
Bei unklarem oder anhaltendem Haarausfall ist eine ärztliche Diagnostik wichtig, da viele unterschiedliche Ursachen infrage kommen.
Akne verstehen: Wie Zink deine Haut unterstützen kannAkne verstehen: Wie Zink deine Haut unterstützen kann
Akne verstehen: Wie Zink deine Haut unterstützen kannAkne verstehen: Wie Zink deine Haut unterstützen kann
Akne vulgaris ist eine entzündliche Hauterkrankung, die vor allem die Talgdrüsen und Haarfollikel betrifft. Durch eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegenüber Androgenen (männlichen Hormonen) bildet die Haut mehr Talg als üblich, besonders in der Pubertät. Gleichzeitig verhornt die Haut stärker, sodass die Ausgänge der Talgdrüsen leichter verstopfen. So entstehen Mitesser, die sich entzünden können, oft unterstützt durch bestimmte Hautbakterien. Als Folge treten dann die typischen roten oder eitrigen Pickel auf , die bei einigen Betroffenen tiefer gehen und später sogar Narben hinterlassen können.15
Zink kann eine sinnvolle Unterstützung sein, wenn du unter Akne leidest, und einen (zu) niedrigen Zink-Spiegel hast. Denn Zink wird mit entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften in Verbindung gebracht und kann dabei helfen, Prozesse zu unterstützen, die bei Akne häufig aus dem Gleichgewicht geraten, wie etwa die Talgbildung und die Hautbarriere.15 Mehrere Untersuchungen fanden bei mittelschwerer bis schwerer Akne häufiger niedrige Serum-Zinkwerte. Zudem korrelierte der Schweregrad der Akne in manchen Studien negativ mit dem Zinkspiegel. Das bedeutet: Je niedriger der Zinkspiegel, desto ausgeprägter können die stärker die Akne-Symptome sein.26,27,28
Für manche Patient:innen-Gruppen kann Zink daher eine unterstützende Behandlungsoption sein. Bei nachgewiesenem Zinkmangel kann sich eine Einnahme (Supplementierung) von Zink günstig auf das Entzündungsgeschehen bei Akne auswirken.29,30
Wichtig ist aber auch: Zink wirkt nicht bei jedem gleich stark und ist kein Ersatz für eine medizinische Therapie, wenn du eine ausgeprägte oder schwerere Form der Akne hast.15
Zink und Kinderwusch: was du darüber wissen solltestZink und Kinderwusch: was du darüber wissen solltest
Zink und Kinderwusch: was du darüber wissen solltestZink und Kinderwusch: was du darüber wissen solltest
Wenn du dich mit deiner Fruchtbarkeit beschäftigst oder einfach verstehen möchtest, was deinen Körper in diesem Bereich unterstützt, kann der Blick auf bestimmte Nährstoffe hilfreich sein. Einer davon ist Zink. Vielleicht hast du schon gehört, dass Zink eine Rolle bei der Spermienqualität spielen kann – aber was bedeutet das eigentlich?
In einer wissenschaftlichen Arbeit wird beschrieben, dass Zink im männlichen Fortpflanzungssystem in besonders hoher Menge vorkommt und dort an mehreren wichtigen Vorgängen beteiligt ist. Dazu gehören Schutzmechanismen für die Spermien, hormonelle Prozesse und verschiedene Schritte ihrer Entwicklung. Außerdem zeigt die Arbeit, dass ein Zinkmangel mit Störungen der Spermienbildung und Veränderungen der Spermienqualität in Zusammenhang steht.16 Das heißt: Zink erfüllt im männlichen Reproduktionssystem biologische Funktionen, die nicht unwichtig sind, besonders dann, wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt.
Was bedeutet das für eine mögliche Zinkeinnahme?Was bedeutet das für eine mögliche Zinkeinnahme?
Eine große klinische Studie hat untersucht, ob Männer durch die Einnahme von Zink (in Kombination mit Folsäure) ihre Samenqualität verbessern können. Das Ergebnis war nicht eindeutig: Es zeigte sich keine messbare Verbesserung der typischen Spermienparameter und auch keine höhere Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Schwangerschaft.17
Für dich bedeutet das: Zink ist wichtig, jedoch führt eine zusätzliche Einnahme nicht automatisch zu einer besseren Fruchtbarkeit. Sinnvoll kann Zink vor allem dann sein, wenn ein ärztlich bestätigter Zinkmangel vorliegt oder Hinweise darauf bestehen, dass die Versorgung unzureichend ist. Eine Supplementation ohne Mangel bringt dagegen nach aktuellem Forschungsstand keinen gesicherten Vorteil.
Zink im weiblichen Körper: welche Rolle es bei Zyklus, PMS und Schwangerschaft spieltZink im weiblichen Körper: welche Rolle es bei Zyklus, PMS und Schwangerschaft spielt
Zink im weiblichen Körper: welche Rolle es bei Zyklus, PMS und Schwangerschaft spieltZink im weiblichen Körper: welche Rolle es bei Zyklus, PMS und Schwangerschaft spielt
Vielleicht kennst du Phasen, in denen dein Zyklus durcheinandergerät oder PMS-Beschwerden deinen Alltag beeinträchtigen. Auch während einer Schwangerschaft verändert sich viel in deinem Körper, und der Bedarf an bestimmten Nährstoffen steigt. Auch in solchen Momenten kann es hilfreich sein zu verstehen, welche Rolle Spurenelemente wie Zink für dein Wohlbefinden spielen.
Zink übernimmt im weiblichen Körper wichtige Aufgaben. Die Forschung fasst zahlreiche Untersuchungen zusammen und zeigt, dass ein niedriger Zinkstatus bei Schwangeren häufiger mit ungünstigen Schwangerschaftsverläufen wie Frühgeburten.18 Das bedeutet nicht, dass Zink solche Komplikationen verhindern kann, macht aber deutlich, wie wichtig eine ausreichende Versorgung für dich und dein Kind ist.
Auch beim prämenstruellen Syndrom (PMS) gibt es erste Hinweise darauf, dass Zink unterstützen kann. In einer Untersuchung berichteten Frauen, die über mehrere Wochen Zink einnahmen, von einer Linderung ihrer PMS-Beschwerden, besonders im emotionalen Bereich.¹⁹ Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass Zink an biologischen Vorgängen beteiligt sein kann, die während des Zyklus eine Rolle spielen. Die Studienlage ist jedoch noch begrenzt und nicht einheitlich, sodass weitere Untersuchungen nötig sind, bevor sich klare Empfehlungen daraus ableiten lassen.
Was heißt das für dich?Was heißt das für dich?
Eine gute Zinkversorgung kann dich in verschiedenen Lebensphasen unterstützen, ob im regulären Zyklus, bei PMS oder während einer Schwangerschaft. Wenn deine Beschwerden stark ausgeprägt sind oder sich verändern, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, deinen Zinkstatus im Blick zu behalten, besonders wenn du das Gefühl hast, dass dein Körper empfindlicher reagiert als sonst.
Wie viel Zink ist zu viel – und was passiert bei einer Überdosierung?Wie viel Zink ist zu viel – und was passiert bei einer Überdosierung?
Zink ist wichtig für viele Prozesse in deinem Körper, aber wie bei vielen Nährstoffen gilt auch hier: Mehr ist nicht unbedingt besser. Wenn du über längere Zeit mehr Zink einnimmst, als dein Körper benötigt, können verschiedene Beschwerden auftreten. Dazu gehören vor allem Übelkeit, Bauchschmerzen oder ein metallischer Geschmack, die oft direkt nach einer zu hohen Einnahme auftreten. Wird Zink dauerhaft in deutlich erhöhten Mengen eingenommen, kann es darüber hinaus zu Störungen im Kupferstoffwechsel kommen. Zink und Kupfer nutzen im Körper ähnliche Transportmechanismen. Wenn zu viel Zink vorhanden ist, wird die Aufnahme von Kupfer gehemmt, langfristig kann das zu einem Kupfermangel führen, der sich unter anderem auf die Blutbildung und das Nervensystem auswirken kann.2
Um solche Risiken zu vermeiden, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine sichere obere Aufnahmemenge für Zink festgelegt: Für Erwachsene liegt die sichere Höchstmenge für die tägliche Zinkaufnahme bei 25 Milligramm.20 Dabei zählt die gesamte Zinkmenge aus allen Quellen zusammen – also aus Lebensmitteln, angereicherten Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln.
Zinkhaltige Produkte gibt es in verschiedenen Formen, z. B. als Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke oder angereicherte Lebensmittel.
Diese Produktarten haben unterschiedliche Aufgaben:
Arzneimittel mit Zink werden eingesetzt, wenn ein Zinkmangel ärztlich bestätigt wurde. Sie sind apothekenpflichtig. Produkte mit mehr als 25 mg Zink pro Tag sind verschreibungspflichtig.
Nahrungsergänzungsmittel sollen die normale Ernährung ergänzen, sie sind nicht zur Behandlung eines diagnostizierten Mangels gedacht.
Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (z.B. Trinknahrung) werden dann eingesetzt, wenn Menschen aufgrund einer Erkrankung einen besonderen Nährstoffbedarf haben und dieser ärztlich begleitet werden muss.
Die Einordnung der Produktarten richtet sich nach ihrer Zweckbestimmung, der vorgesehenen Anwendung sowie der rechtlichen Einstufung als Arzneimittel oder Lebensmittel. Laut einer Expertenkommission nehmen Erwachsene in Deutschland über die normale Ernährung etwa 9–12 mg Zink pro Tag auf. Das entspricht in der Regel den Empfehlungen für eine gute Versorgung. Gleichzeitig weisen die Fachleute darauf hin, dass der Unterschied zwischen „genug“ und „zu viel“ Zink relativ klein ist. Deshalb sollte man bei zusätzlichen Zinkprodukten auf die Dosierung achten und sie nur so verwenden, wie empfohlen.21
Wie du deinen Zinkhaushalt langfristig stabil hältstWie du deinen Zinkhaushalt langfristig stabil hältst
Wenn du weißt, worauf es ankommt, kannst du deine Zinkversorgung gut im Blick behalten. Dabei helfen dir einige einfache Schritte im Alltag. Zinkreiche Snacks wie Nüsse und Käsewürfel können eine gute Ergänzung sein. Auch in Hauptmahlzeiten lässt sich Zink leicht integrieren, z. B. über Fleisch oder Meeresfrüchte. Wenn du dich überwiegend pflanzlich ernährst, unterstützen dich bestimmte Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Keimen oder Fermentieren, da sie den Phytatgehalt reduzieren und die Zinkaufnahme verbessern können.⁴ Diese kleinen, gut umsetzbaren Anpassungen können dir helfen, deine Zinkversorgung langfristig stabil zu halten.
Falls du regelmäßig Medikamente einnimmst, lohnt es sich zu klären, ob sie die Aufnahme von Zink beeinflussen könnten.⁶ Wenn du zu einer Risikogruppe gehörst oder Symptome entwickelst, die auf einen Zinkmangel hindeuten, kann es sinnvoll sein, die Situation ärztlich abklären zu lassen. Zu möglichen Risikokonstellationen zählen unter anderem eine einseitige Ernährung, chronische Darmerkrankungen oder Situationen mit erhöhtem Bedarf, etwa in Schwangerschaft und Stillzeit. Eine gezielte Ergänzung von Zink ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Mangel festgestellt wurde oder eine medizinische Einschätzung dafür spricht. Daher sollte die Einnahme von Zinkpräparaten idealerweise ärztlich begleitet erfolgen.¹,²
FAQ rund um Zink, Dosierung und seine Wirkung im KörperFAQ rund um Zink, Dosierung und seine Wirkung im Körper
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Fragen
Pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte enthalten Zink. Allerdings erschweren Phytate in diesen Lebensmitteln die Aufnahme. Du kannst die Bioverfügbarkeit verbessern, indem du Hülsenfrüchte einweichst, Keimlinge verwendest oder fermentierte Getreideprodukte wie Sauerteigbrot wählst.⁴ Dennoch solltest du als Veganerin oder als Veganer deine Zink-Versorgung besonders im Blick behalten und Beschwerden, die für einen Zink-Mangel sprechen, immer ärztlich abklären lassen.
Weiße Flecken auf den Nägeln (med. Leukonychien) entstehen meist durch kleine Verletzungen oder Druck, z. B. beim Stoßen. Ein direkter Zusammenhang mit Zinkmangel ist wissenschaftlich nicht belegt.25 Veränderungen der Nägel wie Brüchigkeit oder Wachstumsschwäche können bei Zinkmangel auftreten, aber sie sind unspezifisch und haben viele mögliche Ursachen.¹ Eine ärztliche Abklärung bringt Klarheit.
Ein normaler Serumzinkwert schließt einen Mangel nicht sicher aus. Der Spiegel kann durch Infekte, Stress, Tageszeit, Ernährung und weitere Faktoren beeinflusst sein.7 Wenn du Beschwerden hast, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über eine weiterführende Diagnostik. Auch deine Ernährung, Vorerkrankungen und Medikamente können eine Rolle bei der Beurteilung spielen.
Nein, Zink kann eine Erkältung nicht sicher verhindern. Wenn du einen niedrigen Zink-Wert hast und erkältest bist, kann Zink möglicherweise die Dauer leicht verkürzen, wenn du frühzeitig eine ausreichende Menge an elementarem Zink verwendest. Auf die Schwere der ErkältungssSymptome hatte Zink in Studien allerdings keinen eindeutig bestätigten Einfluss.8
Zink wird meist gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind: metallischer Geschmack, Übelkeit und gelegentlich Bauchbeschwerden Diese treten häufiger auf, wenn Zink auf leeren Magen eingenommen wird.6 Bei sehr hohen Dosierungen über längere Zeit kann Zink den Kupferstoffwechsel beeinträchtigen. Deshalb liegt die sichere obere Aufnahmemenge für Erwachsene bei 25 Milligramm (mg) pro Tag.20 Wenn du empfindlich reagierst, nimm Zink am besten zu einer Mahlzeit ein.
IQWiG - Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Hrsg.) (2021). Zinkmangel – Symptome, Ursachen und Behandlung. Online verfügbar unter: https://gesund.bund.de/zinkmangel Abgerufen am 24. November 2025.
National Institutes of Health (NIH), Office of Dietary Supplements (2024). Zinc – Fact Sheet for Health Professionals. Online verfügbar unter: https://ods.od.nih.gov/factsheets/Zinc-HealthProfessional/ Abgerufen am 24. November 2025.
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Autorin
Stephanie Nitsch
Fachredaktion Healthcare
Stephanie Nitsch hat ihren Abschluss als examinierte Krankenschwester an der Universität zu Lübeck absolviert und arbeitete 10 Jahre im Operationsdienst verschiedener Fachgebiete. Als geprüfte Pharmareferentin besuchte sie anschließend neurologische und urologische Facharztpraxen, Kliniken und Apotheken. In einem europäischen Schulungszentrum für minimal-invasive Chirurgie betreute sie die CME-Kurse (Continuing Medical Education) für Chirurgen und war für die Schulung neuer Außendienstmitarbeiter verantwortlich. Als spätere Gebietsmanagerin lagen ihr die Aus- und Weiterbildung sowie die klinische Anwendungsberatung im Operationssaal besonders am Herzen. Als medizinische Redakteurin verfasst sie Fachpublikationen und Patienteninformationen."
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Geprüft von
Dr. Benjamin Jaghutriz
Director R&D and Global Medical Affairs
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie
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